ISMO-Symposien

Die ersten von ISMO organisierten Symposien fanden in Deutschland statt. Wissenschaftler und Praktiker aus aller Welt wurden eingeladen, um ihre Handlungsweisen, Erfahrungen und Ergebnisse praktischer Arbeit auszutauschen sowie die zentralen Aspekte Mobiler Jugendarbeit auf der Basis internationaler Erfahrungen zu diskutieren.
Mit dem 6. Internationalen Symposium, das 1994 in Chile und damit erstmals außerhalb Deutschlands stattfand, legte ISMO den Schwerpunkt auf die Situation von Straßenkindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen insbesondere in Lateinamerika.
Gemeinsam mit dem „Europäischen Netzwerk für Straßenkinder weltweit (ENSCW)“, der St. Petersburger Stadtverwaltung und der Staatsuniversität St. Petersburg veranstaltete ISMO im Jahre 1998 das 7. Symposium, das sich insbesondere mit der Situation von Straßenkindern/Jugendlichen in schwierigen Lebenslagen in Osteuropa und insbesondere in Rußland beschäftigte. Dieses Meeting führte zur Gründung eines russischen Netzwerks für Straßenkinder sowie zu einer starken öffentlichen und politischen Wahrnehmung der Probleme, mit denen Kinder und Jugendliche in den osteuropäischen Transformationsgesellschaften konfrontiert sind. Im Rahmen des Symposiums wurden sowohl staatliche als auch kirchliche Institutionen auf vorher weitgehend unbekannte, nicht restriktive Ansätze Sozialer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aufmerksam (siehe deutschen Kurzbericht sowie ausführliche englischsprachige Dokumentation). Aus dem Symposium in St. Petersburg resultieren regelmäßige Aktivitäten der Kooperationen und des Fachaustauschs zwischen ost- und westeuropäischen NGO´s sowie nachhaltige Qualifizierungsmassnahmen.

Das 8. Symposiums zur Mobilen Jugendarbeit in Afrika

Nach über 3-jähriger Vorbereitungszeit fand im Oktober 2003 in Kenia (Limuru/Nairobi) das 8. ISMO-Symposium statt. Während der 4 Konferenztage kamen im Limuru-Konferenzzentrum des NCCK (National Council of Churches in Kenya) an die 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorwiegend aus afrikanischen Ländern (unter diesen besonders aus Kenia), aber auch aus Amerika, Asien und Europa zusammen zum internationalen fachlichen Austausch zum Thema Straßenkinder und Mobile Jugendarbeit. Vorträge im Plenum, fachliche Vertiefungen in Workshops und Diskurse in Arbeitsgruppen sowie Exkursionen zu kenianischen Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendgerichtsbarkeit füllten die vier Konferenztage in einem zeitlich dicht gedrängten Programm (siehe ausführliche Informationen auf der Symposiums-Webseite und in der Dokumentation).